Angststörungen zeigen sich besonders häufig über den Körper, weil Angst eng mit körperlicher Alarmbereitschaft verknüpft ist. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, als würde „der Körper plötzlich die Kontrolle übernehmen“. Typische körperliche Symptome bei Angststörungen sind:
Herzrasen, Herzstolpern oder das Gefühl, das Herz schlage „zu stark“ oder „zu schnell“. Dazu kann ein Druckgefühl in der Brust kommen, manchmal auch Atemnot oder das Gefühl, nicht tief genug einatmen zu können. Gerade diese Kombination führt häufig zu der Sorge, es könnte ein Herzproblem sein.
Schwindel, Benommenheit, „Watte im Kopf“ oder ein Gefühl von Unwirklichkeit. Schwindel entsteht häufig durch veränderte Atmung (z. B. flacher, schneller), Anspannung im Nacken-Schulter-Bereich oder die Stresshormonausschüttung.
Zittern, innere Unruhe, Muskelanspannung, Kieferpressen, Verspannungen im Nacken oder Rücken. Viele merken erst spät, wie sehr sie „dauernd festhalten“ – körperlich wie innerlich.
Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Reizmagen- oder Reizdarmsymptome. Das „Bauchhirn“ (enterisches Nervensystem) reagiert sehr sensibel auf Stress.
Schweißausbrüche, Hitzewallungen, Kältegefühl, Kribbeln oder Taubheitsgefühle, besonders in Händen und im Gesicht. Manche erleben das als sehr bedrohlich, obwohl es oft Teil der Stressreaktion ist.
Schlafprobleme: Schwierigkeiten einzuschlafen, häufiges Aufwachen oder ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf. Der Körper bleibt im Alarmmodus und schaltet abends nicht zuverlässig herunter.